Italienischer Wein - Produktion, Export
Produktion
(ICE) In den letzten fünf Jahren (2004-2008) wurden in Italien durchschnittlich gut 48 Mio. Hektoliter Wein erzeugt. Im Jahr 2004 wurde zuletzt eine Höchstmarke von 53 Mio. Hektoliter überschritten, während die Weinlese 2005 rund 50,5 Mio. Hektoliter einbrachte. Die Ernte 2009 mit geschätzten 44,5 Mio. hl wird um etwa 4% niedriger ausfallen als der Jahrgang 2008 mit 46,2 Mio. hl. 55 % der italienischen Weinproduktion entfallen auf Rotwein, 45% auf Weißwein, knapp 50% aller Weine werden von Genossenschaften erzeugt. In Italien werden Trauben zur Weinproduktion von mehr als 650.000 Weinbaubetrieben erzeugt, im Jahr 1990 waren es noch 810.000.
Die aktuelle Weinbaufläche beträgt 684.000 Hektar (ISTAT), im Jahr 1980 belief sie sich auf 1,23 Mio. Hektar, 1990 war sie schon auf 970.000 Hektar zurückgegangen. Ein sicheres Indiz für die Wende zum Anbau von Qualitätsweinen.
Die italienische Weinproduktion ist heute von der Wiederentdeckung der Rebsorten mit langer Tradition geprägt: die 350 autochthonen Rebsorten, aus denen verschiedene Weine hergestellt werden. 60% der Rebfläche Italiens ist mit heimischen Sorten bestockt.
17% der Weltweinproduktion werden in Italien produziert, innerhalb der EU kommt Italien auf einen Anteil von 30%.
Export
Insgesamt erwirtschaftet der italienische Weinbausektor mehr als 13 Milliarden Euro, hiervon rund 3,6 Milliarden durch den Export.
Während der ersten 9 Monate des Jahres 2009 belief sich der Export italienischer Weine auf 14,149 Mio. hl mit einer Steigerung von 9,5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Wertmäßig war allerdings ein Rückgang von 5,7% auf 2.465 Mio. € zu verzeichnen.
Deutschland nahm in den ersten neun Monaten des Jahres 2009 sowohl mengen- als auch wertmäßig die Position des wichtigsten Absatzmarktes für italienische Weine ein. Nach Deutschland exportiert wurden 4,607 Mio. hl Wein (+15,1%) mit einem Wert von 564 Mio. € (+3,4%).
In die USA, dem wertmäßig in 2008 noch vor Deutschland wichtigsten Markt für den italienischen Wein, gingen von Januar bis September 2009 italienische Weine im Wert von 533 Mio. Euro (-10%, Vorjahreszeitraum 592 Mio. €), gefolgt von Großbritannien mit einem Wert von 325 Mio. Euro (-10,8%).
Wichtigste Abnehmerländer italienischer Weine Jan.-Sept. 2009
|
Land |
Wert in Tsd. Euro |
Veränderung 2008/2009 in % |
|
Deutschland |
564 |
+3,4 |
|
USA |
533 |
-10,0 |
|
Großbritannien |
325 |
-10,8 |
|
Schweiz |
159 |
-1,6 |
|
Canada |
141 |
-7,2 |
|
Japan |
73 |
-5,3 |
|
Dänemark |
69 |
+2,7 |
|
Frankreich |
69 |
+20,2 |
|
Niederlande |
63 |
+3,9 |
|
Schweden |
61 |
+2,2 |
|
Österreich |
48 |
-1,1 |



Export Regionen
Positiv hat sich die Wirtschaftskrise auf den Weinabsatz der süditalienischen Regionen ausgewirkt, deren preisgünstigere Weine der geänderten Nachfrage entgegen kamen. Süditalien konnte seinen Weinexport in den ersten 9 Monaten des Jahres 2009 um 10,3% steigern, besonders profitiert haben davon die Regionen Apulien, Kampanien und Kalabrien.
Daten:
Weinproduktion: Assoenologi
Weinexport: Ausarbeitung ICE, Basisdaten ISTAT
Düsseldorf, 19. März 2010
Für weitere Informationen:
Gertrud Schmitz/ICE Düsseldorf
Tel. 0211-3879961





